Standard: Diaspora pleite?

15 10 2011

Wer erinnert sich noch an Diaspora? Das Open Data Projekt sollte eine Alternative zu Facebook darstellen, die den Nutzern die Hoheit über seine Daten lässt. 175.000 $ hat man aus einem Fördertopf bekommen, auch Mark Zuckerberg hat Geld bereit gestellt. Was damit passiert ist, ist allerdings nicht so wirklich transparent. Und nun wird – laut Standard – um Spenden der Nutzer gebeten.

viaDiaspora-Burschen bitten um 25-Dollar-Spende – Social Media – derStandard.at › Web.





Twitpic: Ein „halber“ Rückzug

11 05 2011

Twitpic will also doch nicht die Fotos seiner User verkaufen. Das zumindest wird im Twitpic-Blog behauptet. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Twitpic versucht sich nun, als Vertretung der Rechte seiner User zu präsentieren: Gerade bei Fotos mit hohem Nachrichtenwert, wie bei Fotos von Flugzeugunglücken, würden Medien die Bilder ohne Zustimmung des Users und ohne zu zahlen weiterverwenden. Das – und nur das – habe man verhindern wollen. Und das sei ja im „Web 2.0“ so üblich.

Diese Darstellung ist falsch. Einer der wesentlichsten Bausteine des „Web 2.0“ ist das Prinzip „creative commons“, also die eingeschränkte Abgabe des Copyrights an Webinhalten zu vom User vordefinierten Bedingungen und im vordefinierten Rahmen. Twitpic ermöglicht seinen Usern keine Definition des Umfangs der Rechteweitergabe. Gleichzeitig wird aber die Einbindung von Bildern von „Twitpic“ auf jeder Homepage unter Rückverweis auf „Twitpic“ erlaubt.

Freilich hat Twitpic recht, dass es bei Web-Konzernen üblich ist, sich die Rechte an den Inhalten seiner Nutzer zu sichern, nach dem bekannten Motto „Data is the next Intel Inside“. Und wer sich die Rechte an den Daten sichert, schafft an.
Your content, your copyrights | TwitPic Blog.





Krone: Facebook erlaubte über Jahre Zugriff auf Nutzerdaten und -Konversation

11 05 2011

Schon wieder ist ein schweres Datenleck beim sozialen Netzwerk Facebook aufgeflogen – diesmal soll es sich jedoch um ein Versehen handeln, so der Entdecker, die Sicherheitsfirma Symantec, am Dienstag. Facebook hat demnach Dritten – darunter etwa Werbekunden – unabsichtlich Zugriff auf Nutzerprofile, Fotos und Online-Konversationen gewährt. Über die Jahre könnten Hunderttausende Anwendungen dies ermöglicht haben.

viaFacebook erlaubte über Jahre Zugriff auf Nutzerdaten – Mega-Sicherheitsleck – Digital – krone.at.





Facebook: Wenn Big Brother petzt

8 04 2011

Facebook ist ja wegen mangelndem Datenschutz berüchtigt. Neu ist aber, dass Useraktivitäten auf Facebook nicht nur ohne Zustimmung der User veröffentlicht werden – sondern diese Veröffentlichung auch vor ihnen verborgen wird. Gerhard Loub berichtet von einer drastischen Neuerung und bittet um Feedback.

Zum Artikel: Facebook: Wenn Big Brother petzt | Loub 2.0.

 

 





Facebook bringt Musterklagen gegen Spammer ein

20 10 2010

Facebook Security

Nach diversen Spam-Attacken und Betrugsversuchen ist Facebook ins Zwielicht geraten. Nun gehen die Macher von Facebook in die Offensive: Drei Musterklagen gegen mutmaßliche Betrüger wurden eingebracht: Steven Richter, Jason Swan und Max Bounty, Inc. sollen nicht existente Produkte und Services via Facebook verkauft haben. Dabei sollen sie User dazu gebracht haben, ihre Facebook-Freunde mit Werbung etwa für Mobilverträge zu spammen.

Mein Rat an dieser Stelle daher: Achtet darauf, ob Produkt- und Dienstanbieter wirklich glaubwürdig sind. Passt auf, dass Ihr nicht selbst zu Spammern werdet. Und seid vorsichtig, was Ihr mit Euren Daten auf Facebook macht.





Facebook verrät Kontakte von Nichtmitgliedern

18 10 2010

Das Internet-Netzwerk Facebook sieht sich neuen Vorwürfen ausgesetzt, gegen den Datenschutz zu verstoßen. Nach Recherchen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ ermöglicht es der Onlinedienst, E-Mail-Kontakte von Nichtmitgliedern auszuforschen. Allein mit einer E-Mail-Adresse ließen sich – auch ohne das Passwort zu kennen – bis zu 20 Personen ermitteln, mit denen der Besitzer der Adresse Kontakt hatte. Dies sei möglich, weil bei der Eröffnung eines Mitgliedskontos nicht geprüft werde, ob es sich tatsächlich um den Besitzer der angegebenen E-Mail-Adresse handele.

viaheise online – Facebook verrät Kontakte von Nichtmitgliedern.





Facebook: Vorsichtiger Neustart bei Datenschutz

26 05 2010

Morgen steht Facebook dem US-Kongress Rede und Antwort zu seinen Datenschutz-Bestimmungen. Da ist es natürlich purer Zufall, dass Mark Zuckerberg heute eine Änderung der Datenschutzbestimmungen angekündigt hat. In einem persönlichen Blog-Beitrag gibt er sich smart – aber auch zerknirscht:

Eine persönliche Bemerkung: Vor einigen Tagen erst bin ich 26 Jahre alt geworden. Ich habe Facebook mit 19 Jahren ins Leben gerufen – und es ist absolut faszinierend, im Rückblick zu sehen, wie es sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Im Laufe der Jahre hat es eine Menge Änderungen gegeben, während wir weiter immer neue Innovationen eingeführt haben und ich bin Euch dankbar, dass Ihr uns dabei die ganze Zeit treu geblieben seid. Jedes Mal, wenn wir etwas geändert haben, versuchen wir aus den vergangenen Lektionen zu lernen, und jedes Mal machen wir auch neue Fehler. Wir sind weit von jeder Perfektion entfernt, aber wir versuchen immer unser Möglichstes um das beste Service für Euch und für die Welt zu schaffen. So möchte ich einfach „Danke“ sagen.

Richtig rührend, wie besorgt Mark um uns ist, während er nur versucht, das Beste für die Welt zu erreichen 😉

Die neuen Datenschutzbestimmungen bringen mehr Kontrollmöglichkeiten für die Kunden und einfachere Einstellungen. Doch ist es wirklich der Durchbruch?

Die wichtigsten Änderungen im Detail:

  • Weniger (Basis-)Informationen müssen verpflichtend für alle zugänglich gemacht werden.
  • Freunde und Fan-Seiten, bei denen man Mitglied ist, müssen nicht mehr öffentlich gezeigt werden.
  • Das „Connection privacy Modell“ wird entfernt. Damit wird der automatische Datenaustausch mit Dritten erschwert, vermutlich aber nicht ganz unterbunden.
  • Anwendungen kann der Zugriff auf eigene Daten untersagt werden. Die Nutzung von Facebook-Spielen und -Anwendungen ist dann aber nicht möglich.
  • Partner-Seiten sehen (wieder) nur jene Informationen, die für alle sichtbar sind.
  • Die „automatische Personalisierung“, also die automatische Bereitstellung persönlicher, werberelevanter Daten für Dritte kann ausgeschaltet werden.

All diese Änderungen werden in den nächsten Wochen umgesetzt.

Man wird das Gefühl nicht los, dass Mark Zuckerberg so versucht, zu retten, was zu retten ist. Denn die Absage von Facebook an jede Form des Datenschutzes hat ihn nicht nur politisch, sondern auch von User-Seite her massiv unter Druck gebracht. Doch die neuen Regelungen bringen auch Gefahren mit sich. Wenn User nun aufgrund der schlechten Erfahrungen mit Facebook massiv beginnen, alle Daten zu verbergen, wird es schwerer, Freunde zu finden und Netzwerke aufzubauen, wird Facebook für die Werbewirtschaft ganz massiv an Wert verlieren. Und wer sagt, dass Facebook dann nicht auch diese Änderung der Datenschutzbestimmungen wieder zurück nimmt? Ein heikler Punkt in der Geschichte von Facebook, dessen Ausgang unverändert offen ist.

Weitere Informationen:








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