Twitpic: Ein „halber“ Rückzug

11 05 2011

Twitpic will also doch nicht die Fotos seiner User verkaufen. Das zumindest wird im Twitpic-Blog behauptet. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Twitpic versucht sich nun, als Vertretung der Rechte seiner User zu präsentieren: Gerade bei Fotos mit hohem Nachrichtenwert, wie bei Fotos von Flugzeugunglücken, würden Medien die Bilder ohne Zustimmung des Users und ohne zu zahlen weiterverwenden. Das – und nur das – habe man verhindern wollen. Und das sei ja im „Web 2.0“ so üblich.

Diese Darstellung ist falsch. Einer der wesentlichsten Bausteine des „Web 2.0“ ist das Prinzip „creative commons“, also die eingeschränkte Abgabe des Copyrights an Webinhalten zu vom User vordefinierten Bedingungen und im vordefinierten Rahmen. Twitpic ermöglicht seinen Usern keine Definition des Umfangs der Rechteweitergabe. Gleichzeitig wird aber die Einbindung von Bildern von „Twitpic“ auf jeder Homepage unter Rückverweis auf „Twitpic“ erlaubt.

Freilich hat Twitpic recht, dass es bei Web-Konzernen üblich ist, sich die Rechte an den Inhalten seiner Nutzer zu sichern, nach dem bekannten Motto „Data is the next Intel Inside“. Und wer sich die Rechte an den Daten sichert, schafft an.
Your content, your copyrights | TwitPic Blog.

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