Facebook hat mit der Option eines “Gefällt mir” oder “Like” Buttons für Homepages zur Eroberung des WWW angesetzt – und das ist keine Übertreibung. Denn mit der Integration des überaus nützlichen Buttons wird Facebook zu einer umfassenden Sammlung von Informationen im Internet – wobei die einzelnen Seiten je nach Beliebtheit bei Usern klassifizierbar sind. Facebook ist damit drauf und dran, Google als Nummer 1 bei der Informationssuche abzulösen.
Auf Seite der Homepage Betreiber ist der Button eine ohne großen Aufwand einbaubare Möglichkeit, um rasch Traffic zu erzeugen und interessierte User anzulocken. Durch die Facebook-Philosophie, nur “Gefällt mir” aber nicht “Gefällt mir nicht” zuzulassen wird zusätzlich eine positive Stimmung für den jeweiligen Beitrag erzeugt, der Marktwert gesteigert.
Für den User wiederum wird es noch einfacher, rasch an Informationen zu kommen. Auf seiner Facebook-Startseite, die mehr und mehr zum Sprungbrett ins WWW wird, findet er jene Seiten, die ihm seine Facebook-Freunde empfohlen haben – direkt im Feed. Er selbst kann durch einfaches Anklicken des “Like”-Buttons gleichzeitig betonen, dass ihm der Beitrag gefällt – und ihn seinen Freunden weiterempfehlen.
Ein starkes Minus sind die enormen Datenschutzbedenken, da Facebook auf diese Weise noch umfangreicher über das Surfverhalten seiner User Bescheid weiß – und niemand sagen kann, wer diese Daten letztendlich aller erhält.
Gerade politische Seiten sollten daher mit dem Einsatz des Buttons bei allen Vorteilen noch vorsichtig sein. Ob auf den Button auf Dauer verzichtet werden kann, ist heute aber noch nicht absehbar.

Die neue Like-Funktion unterscheidet sich deutlich von den bekannten “Share this posting on Facebook / Twitter etc.” Buttons. Während letztere dazu dienen, die aktuelle URL an diverse Social Media Services zu übergeben, bindet der Like-Button Facebook-Inhalte dynamisch in die eigene Page ein. Da alle Inhalte des Widgets von Facebook-Servern kommen, ist seitens des User keinerlei Authentifizierung nötig: Besucher, die im gleichen Browser in Facebook eingeloggt sind, sehen auf einen Blick, welche Friends den aktuellen Beitrag bereits geliked haben.
viaWie man den Facebook Like Button in WordPress integriert auf datenschmutz.net.
Weitere Linktipps:

Facebook kommt Datenkraken-mäßig damit schon nahezu in Google-Gefilde, da hast du sicher recht!
Aber ansonsten fällt mir in der ganzen Datenschutzdebatte zunehmend auf, dass die Kategorien “schützenswerte Daten” und “Kommunikation” per se in einen Topf geworfen werden. Letztens habe ich einen Datenschützer im Fernsehen sagen hören: “Man postet ein Facebook-Update und schon ist man nicht mehr Herr seiner Daten”, das hat mich heute zu einem gleichnamigen Beitrag inspiriert
Deinen Beitrag habe ich mit Interesse gelesen – und muss Dir fast völlig recht geben. Das Problem ist allerdings weniger die Öffentlichkeit des Veröffentlichten (da hast Du ja das tolle Beispiel gebracht, wie sich – in den Anfängen des Web – Leute bei Dir aufgeregt haben, dass Du ihre (öffentlichen!) Beiträge verlinkt hast. Das Problem ist, dass Facebook das “Eigentum” an den Daten beansprucht.
[...] This post was mentioned on Twitter by Gerhard W. Loub. Gerhard W. Loub said: Facebook "Gefällt mir" Button – Chance oder Gefahr?: http://wp.me/pPEv6-H [...]
[...] dieser Social Engagement Funktion ist nicht bewusst, was dabei im Hintergrund geschieht und welche Tragweite das Ganze haben kann. Auch die Tatsache, dass es keinen „Gefällt mir nicht“ oder [...]